was unser Gehirn leistet – Einfach unglaublich

gehirn-001Wußten Sie schon, dass alle Sinneswahrnehmungen erst ins Stammhirn gelangen? In Sekundenbruchteilen versteht unser Gehirn erst die Energie in der Stimme, danach die Emotionen und erst dann den Inhalt. So erklärt sich, dass der Ton die Musik macht.

Ihre Sprechprobe:    „sollen wir  ´ne Runde spazieren gehen?“….und nun spielen Sie mit den Stimmungen und sprechen diese Worte: gelangweilt, genervt, witzig, müde, gleichgültig, beleidigt,  …immer lustig so weiter.  Jedesmal verändert sich der Kern der Botschaft. Finden Sie auch bemerkenswert, wie der Ton der Stimme die innere Haltung verrät… ? Mimik und Körpersprache verändern sich mit – so entsteht Glaubwürdigkeit.

Wie klinge ich denn…?

Ear Cross-sectionHallo zusammen,… das soll meine Stimme sein… !? Die eigene Stimme auf dem Anrufbeantworter oder bei einer Kameraaufzeichnung klingt für jeden erst fremd.

In meinen Workshops wird diese Frage immer wieder gestellt… und bei machen ist der Frust groß. “ ich klinge schrecklich“ – Klar – Sie sind ja mit dem eigenen Klang vertraut, identifiziert sich damit und fühlen sich darin sicher – und nun ist scheinbar alles anders. …  was tun – woher kommt das?

Kurz zur Phonetik: Die Stimmbänder erzeugen Schwingungen im Kehlkopf, die unser Innenohr wahrnimmt. (Siehe Titelbild) Das geschieht mittels der Resonanzübertragung der Knochen. Andererseits fangen unsere Ohren nur sehr wenig von dem Klang ein, den wir nach außen abstrahlen. Dieser Klang scheint viel heller. Er strahlt von den Knochen besonders des Kopfes aus.

Ausprobieren und Tipp:

Schließen Sie Ihre Ohren mit den Fingern und sprechen Sie vor sich hin….   wie klingt das? Nun nehmen Sie die leicht gewölbten Hände hinter das Ohr und sprechen wieder…            so fangen sie viel von der Ihnen fremden Klangqualität ein, die die anderen von Ihnen hören. Mit dieser Technik machen Sie sich mit Ihrer Stimme vertraut. Einer der elementaren Tipps von der Theaterbühne….

Weil so viele sich erst eimal schrecklich finden, sobald sie sich das erste Mal in einer   Film- oder Tonaufzeichnung wahrnehmen, arbeite ich ausschließlich auf Wunsch mit Kamera – oder dann, wenn die Zeit reicht, um sich im wiederholten Hören und Sehen  mit der erst fremden Außenwirkung vertraut zu machen.

Seien Sie immer erfolgreich eingestimmt